Amalfi-Küste – Traum oder Alptraum

Auch wenn der Platz in Pompeji den Vorteil der Nähe zu den Altertümern hat, so liegt er in Bezug der nächtlichen Lautstärke unter den Top 10. Müll-Laster morgens um 5 Uhr auf den Platz, Vorort-Bahn, Busse, LKWs und Autos sorgen für ein kontinuierliches „Hintergrundrauschen“. Aber wir haben erstaunlicherweise trotzdem gut geschlafen 😴.

Positano an der Amalfi-Küste
Positano an der Amalfi-Küste

Wie immer alles gut verstaut und kurz nach 9 Uhr auf zur Amalfiküste. Aus Pompeji raus war noch in Ordnung, viel Verkehr, aber es ging voran. Dann auf der SS145 Richtung Meta erwischte uns der erste Stau. Mühsam quälten wir uns bis zum Ort und auch durch die Ortschaft. Weiter ging es nach Sorrento und wieder Staus ohne Ende. Die Spitze der Halbinsel schenkten wir uns und bogen Richtung Colli di Fontanelle ab. Nun fuhren wir auf der eigentlichen Amalfi-Küstenstraße, besser gesagt, wir stauten

Amalfi-Küste

uns ohne Ende auf der SS163. Bis zum Ort Positano mit seinen Postkartenmotiven schafften wir es noch gemeinsam. Birgitt stand in der Autoschlange einige Autos weiter vorn. Aber im Ort wurde sie zum Hafen umgeleitet und für mich ging es auf der SS163 weiter. Erst hinter dem Ort Amalfi fanden wir wieder zusammen.

Um es abzukürzen, wir waren völlig geschafft und wollten nur noch aus dem Affenzirkus raus. Hinter der Stadt Salerno machten wir eine kurze Pause und überlegten wie weiter geht. Wir hatten für die 70 km um die Halbinsel über 5 Stunden gebraucht. Damit war unser Plan gestorben heute noch südlicher zu kommen.

Wer also die Amalfiküste gern „erfahren“ möchte, der sollte außerhalb der Halbinsel eine Bleibe suchen und dann mit einem Roller oder einem Naked Bike die Küste abfahren. Und dafür ist es ratsam einen ganzen Tag einzuplanen.

Wir entschlossen uns bis Paestum zu fahren um uns eine einzigartige griechische (dorische) Tempelanlage anzuschauen. Das war auch gut so, den die Anlage ist schon beeindruckend und versöhnte uns mit dem Desaster Amalfi-Küste.  Das Gebiet ist als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt und zeigt neben den Tempeln jede Menge von Ruinen von Gebäuden wie Amphitheater, Forum, Thermen, Stadtmauer und noch vieles mehr. Die Griechen haben diese Stadt rund 600 v. Chr. gegründet und natürlich haben die Römer später die Stadt erobert.

Wer hier mal vorbei kommt, der sollte sich unbedingt die Tempelanlage ansehen. Und wen Goethe hier schon war, naja dann gehört es quasi zur Allgemeinbildung 😉.

Und wer Mozzarella mag, sollte hier auch einen Halt einlegen, da der beste Mozzarella aus dieser Gegend kommen soll.

Der Campingplatz hier ist auch ganz ordentlich und ruhig 😬. Hoffentlich können wir da überhaupt schlafen. Unsere Zeltnachbarn, die wir schon in Pompeji gesehen haben, sind Kanadier, die ihr kleines Zelt mit dem Flieger hierher transportiert haben. Auch eine Möglichkeit 😉.

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