Cliffs of Moher

Heute lag die Wolkendecke bei geschätzten 500 Meter Höhe. Somit war uns ein Blick auf den höchsten Berg Irland, dem Carrauntoohil mit seinen 1.038 Meter, leider nicht vergönnt.

Der Ring of Kerry zeigte sich trotzdem weiterhin von seiner schönen Seite. Was hier auffällt, neben den immergrünen Wiesen und Weiden, sind die vielen bunten Blumen und Büsche links und rechts des Weges und die vielen Gärten mit ihrer mitunter überquellenden Blumenpracht. Auch in den Ortschaften sind immer wieder Blumentöpfe, geschmückte Verkehrsinseln oder einfach nur jede Menge Blumenampeln an den Masten der Straßenbeleuchtung zu sehen.

Mal wieder Fähre fahren bei Tabert
Mal wieder Fähre fahren bei Tabert

Wir verließen den Ring of Kerry in Richtung Tralee. Hier waren Einkaufen und Frühstück angesagt. Unser nächstes Ziel waren die wohl berühmtesten Klippen Irlands, den Cliffs of Moher. Vorher passierten wir noch Listowel und überquerten bei Tarbert den Fluß Shannon, Irlands längsten Fluss, wobei es sich an dieser Stelle mehr um einen Fjord handelt.

Landschaft in der Nähe von Doolin
Landschaft in der Nähe von Doolin

Mit der Fähre wechselten wir die Region von Kerry nach Clare und wie wir feststellten, änderte sich auch die Landschaft. Es wurde zunehmender unwirtlicher und die grünen Flecken schienen dem Felsen abgetrotzt zu sein. In Richtung des Cliffs of Moher nahm auch der Straßenverkehr merklich zu. Als wir dort ankamen war auch klar warum (siehe Titelbild).

Die Ortschaften hatten auch eine merkwürdige Mischung zwischen gewachsenen Gebäuden/Häusern und modernen Apartmenthäusern oder Bed&Breakfast-Unterkünften. Alles wirkte den touristischen Anforderungen angepasst und darauf ausgerichtet. Vielleicht auch klar wenn in fast jedem Ort die Touri-Busse aufgereiht stehen, die müssen ja irgendwie abgefertigt werden. An der Küste säumten auch Caravan-Parks mit Mobilheimen unseren Weg, wie wir sie vorher noch nicht gesehen hatten.

Cliffs of Moher
Cliffs of Moher

An den Cliffs of Moher wanderten wir auf perfekt ausgebauten Wegen an den Klippen lang. Sehen schon toll aus, aber der rechte Funke mochte nicht überspringen. Vielleicht doch zu viele Menschen. Im Gegensatz dazu im Norden von Schottlands die Klippen von Duncansby Head, wo wir über die Wiese des Bauern zu den Klippen gewandert sind und die Klippen nur mit einem einfach Zaum gesichert (wohl auch mehr für die Schafe) sind. Es gibt jede Menge Informationen über die Cliffs. Einen schönen Drohenflug gibt es hier (aber vorsichtig, die Musik ist recht wuchtig 😉).

Landschaft “The Burren”
Landschaft “The Burren”

Nach den Cliffs brausten wir weiter Richtung Galway. Wir haben uns entschlossen mal Camping links liegen zu lassen und uns in einem Hotel “einzunisten”. Auf dem Weg ging es noch durch die Burren, einer schon beeindruckten Landschaft. Es ist eine Karstlandschaft im Nordwesten der Region Clare und ist seit 1990 ein Nationalpark. Von Oliver Cromwell, einem englischen Politiker im 17. Jahrhundert, gibt es eine treffende Beschreibung: “Kein Baum, an dem man einen Mann aufhängen, kein Tümpel, worin man ihn ersäufen, keine Erde, in der man ihn verscharren könnte.“”. Die Gegend sollte man schon auf der Liste haben wenn man hier vorbei kommt.

Von den Burren ging es dann nach Galway, zog sich aber hin. Die Straßen sind schön zu fahren, aber immer diese bummelnden Touristen, die aus ihren Leihwagen in die Landschaften starren müssen … 😊.

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