Jetzt die Ostküste

Heute hieß es unser Biwak am Mt. Cook aufzugeben und uns ostwärts zu bewegen. Die Hoffnung in der Nacht, an einem der dunkelsten Orte in Neuseeland, einmal die Milchstraße zu fotografieren, hat sich leider nicht erfüllt ?. Der Himmel war die ganze Nacht wolkenverhangen. Am Morgen, natürlich genau zum Frühstück, gab es noch ein paar Tropfen ?.

Von unserem CP ging es auf der 80 bis Twizel und dann auf der 8 bis Omarama. In der Zwischenzeit war es auch wärmer geworden, so dass wir mit Sommerdress (kurze Hose, T-Shirt) unsere Kilometer abspulten. Ab Omarama (267 Einw.) ging es auf der 83 weiter nach Otematata (186 Einw.), am Lake Aviemore nach Kurow (312 Einw.). Bis Kurow war die Landschaft hügelig, aber praktisch ohne Baum und Strauch, nur eine Art Steppengras in einheitlichem Braun/Terrakotta (siehe Titelbild). 

Ostwärts auf der 80
Ostwärts auf der 80

Danach verbreiterte sich der Flusslauf des Waitaki Rivers immer mehr auf eine breite Ebene. Wo Wasser war, wurde es immer grüner. Landwirtschaft, Viehwirtschaft, Obst- und Weinbau bestimmten immer mehr die Landschaft. 

Eins der vielen viktorianischen Gebäude
Eins der vielen viktorianischen Gebäude

Unseren Zielort Oamaru an der Ostküste erreichten wir kurz nach Mittag. Am CP direkt am Hafen schnell eingecheckt. War auch gut so, da der Platz nicht viel Stellplätze bot. 

Oamaru (13.000 Einw.) zeichnet sich insbesondere durch zwei Attraktionen aus. Es gibt eine Altstadt aus den glorreichen Tagen der Stadt und im Bereich des Hafens lebt eine Blue Pinguin Colony. 

Die Stadt hatte ihre Blüte im Ende des 19./Anfang des 20. Jahrh., bedingt durch den Hafen, als Handelszentrum für das Hinterland. Insbesondere der Handel mit dem Ototara Limestone, eine besonderer Kalkstein, entwickelte sich Oamaru in dieser Zeit zu einer der schönsten und finanzstärksten Stadt Neuseelands. Es entstanden prachtvolle Bauten im viktorianischem Stil aus dem Limestone, die den Reichtum widerspiegelten.

Wie häufig flaute die wirtschaftliche Entwicklung ab, der Hafen wurde geschlossen und Rezessionen trafen die Stadt hart. Heute nutzt die Stadt ihre besondere Architektur für den Tourismus. In den Hafenlagen haben sich Galerien, Antiquitätenläden, Kunsthandwerk und jede Menge Cafés und Restaurants etabliert. 

Oamaru will Hauptstadt des Steampunks werden
Oamaru will Hauptstadt des Steampunks werden

Wir also rein in die Stadt und ließen uns durch die Straßen treiben, stöberten ein wenig in den Läden rum und hatten natürlich auch den obligatorischen Cappuccino.

Die Blue Pinguin Colony, nur 10 Min. vom CP entfernt, schauten wir uns auf dem Rundgang an der Hafenmole schon mal genauer an. Die Pinguine kommen erst gegen 21 Uhr von ihrer Futtersuche im Pazifik zurück und begeben sich dann in ihre Nester. Bei den Pinguinen handelt es sich um Zwergpinguine, der zwischen 35 und 40 cm groß werden. Die Colony ist in einem geschütztem Bereich am Hafen angesiedelt. Der Eintritt kostet natürlich viele Dollars – gibt sogar Premiumplätze. Aber man darf nicht fotografieren ?. Es sollen aber immer wieder einige Pinguine „frei“ durch die Hafengegend watscheln. Mal schauen, vielleicht haben wir Glück. 

Beim Bummel an der Hafenmole hatten wir aber schon mal einige andere Tierchen vor die Linse bekommen ?.

Da es in unmittelbarer Nähe vom CP die „Scotts Brewing“ gab, war klar wo wir heute Abend essen. Eine Brauerei mit Restaurant versprach gute Atmosphäre – und so war es auch. Gutes Bier, leckere Pizza und flotte Bedienung, passte alles ?.

Gegen 21 Uhr versuchten wir unser Glück bei den Pinguinen. Und sage und schreibe Barbara, Rüdiger und ich haben zwei und Birgitt drei gesehen ?.

Pinguins Homerun
Pinguins Homerun

3 Kommentare zu “Jetzt die Ostküste

  1. Die Pingus sind ja wirklich total winzig *knuddel* Wie süß *.*
    Habt ihr dran gedacht einen einzufangen, um ihn mir mitzubringen?

  2. Hi Herrmann,
    wirklich spannend eure Tour durch Neuseeland; beneide euch, so ‘sorglos’ eine Abenteuertour durch so ein schönes Land zu machen. Genießt das weiter, erfreue mich über eure Reisebeschreibungen. Also noch viel Spaß, Glück und Abenteuer.

    gruß aus dem grauen Hamburg

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