Kalte Dusche

Heute ging die Tour ein wenig ins Hinterland. Sie lässt sich ein drei Abschnitte unterteilen:

Der erste Abschnitt ging von Cambrils über die C44/N420 in Richtung Calaceite. Sehr schön geschwungene Straßen die mit Tempo gefahren werden konnten. Die Landschaft wechselte zwischen Olivenbaum-Plantagen, natürlich Weinanbaugebieten und Wiesen. Wo nichts angebaut werden konnte, finden sich Sträucher und Bäume. Alles in frischem Grün gehalten.

Typisches Bergdorf, immer mit Kirche
Typisches Bergdorf, immer mit Kirche

War schon nett durch die Landschaft zu brausen. Auffällig sind auch die kleinen Orte am Rande der Straßen, die in der Regel auf einem Berg gebaut wurden, in der Mitte immer eine viel zu große Kirche. Die Orte vermitteln einen zeitlosen Eindruck, so in dem Sinne, ich stehe hier schon 500 Jahre und werde auch noch weitere 500 Jahren stehen, ohne das sich an meinem Aussehen was ändern wird. Würde mich nicht wundern, wenn aus einem der Orte der Großinquisitor der katholischen Kirche hoch zu Ross mit seinem Gefolge dahergeritten kommt.

Landschaft nahe Morella in der Region Valencia
Landschaft nahe Morella in der Region Valencia

Im zweiten Abschnitt bewegten wir uns auf einer Hochebene, bis zu 1.500 Meter, auf der A1701 von Morella nach Rubielos de Mora. Absolut karge Landschaft in der die Bauern, vermutlich seit Generationen, dem Land ein wenig fruchtbaren Boden abgetrotzt haben. Und diesen haben sie mit Steinmauern, ca. 50-100 cm hoch umgeben, teilweise auch terrassiert. Ob gegen Erosion oder einfach als Grenze zum Nachbarn, das bleibt unklar. Viele der Felder wuchern mittlerweile auch zu. Vermutlich findet sich für diese entbehrungsreiche Arbeit keine Nachfolger mehr.

Die Straße zeichnete sich aber auch durch viel Geholper aus. Konnten wir im ersten Abschnitt noch locker 100 km/h fahren, pendelte sich jetzt die Geschwindigkeit bei rund 50 km/h ein. Manchmal hätte ich auch den Eindruck Birgitts Koffer springen gleich auch ihrer Halterung, so ruckelte es. Damit gesagt wer das Navi hatte ?.

Der dritte Abschnitt ist leider mit viel Regen verbunden. Den ganzen Tag zog sich der Himmel immer mehr zu, naja und irgendwann muss es ja runterkommen. Wir waren gerade auf kleinen Nebenstraßen unterwegs, mitunter durch schöne Schluchten, aber so richtig sehen konnten wir leider nichts.

Castell de Morella
Castell de Morella

Eine Bleibe für die Nacht haben wir auf einem Campingplatz in Navaixes gefunden. Nett war das Menü im Camping-Restaurant. Es gab für jeden Wochentag eine Menükarte, aus der drei Variationen gewählt werden konnten, je Vorspeise, Hauptgericht und Dessert. Alles wurde liebevoll zubereitet und serviert und das zu einem attraktiven Preis/Leistungsverhältnis.

2 Kommentare zu “Kalte Dusche

  1. Es ist für mich immer wie ein kleiner Urlaub, wenn ich anhand eurer Beschreibung auf Maps eure Tagesetappe nachfahre 🙂 Der Verlauf zeigt viele schlängelige Kurven – mir ist ganz schwindelig.

    Und das mit dem Wetter sieht ja ab Sonntag mal so richtig stabil gut aus – raus mit der Membran und Klüsen auf.

    Der Hinweis ‘Damit (ist) gesagt wer das Navi hatte’ hat ja hoffentlich trotzdem kuschelige Pausen nicht ausgeschlossen 😉

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