Kanalfahrt ?

Die Nacht verlief wider Erwarten ruhiger (Hochzeitsparty, feierwütiger Sportclub) als gedacht. Den Tag mit einem Frühstück an unserer „erworbenen“ Holztisch/Sitzbank-Kombinationen (findet sich auf vielen CPs als begehrtes Sitzmöbel) begonnen.

Unser neuer Kaffeefilter
Unser neuer Kaffeefilter

Es war an der Zeit unseren neuen mobilen Kaffeefilter einzuweihen. Zusammengeklappt nicht größer als eine Tasse, konnte er nun sein Können zeigen – und er enttäuschte uns nicht ?.

Für heute entschlossen wir uns zu einer Tagestour in leicht südöstlicher Richtung. Ziel war der Oberländische Kanal, der mit seinen 130 km Länge mehrere Seen im Gebiet Ermland-Masuren verbindet. Die Besonderheit und heutige Touristenattraktion sind die fünf Rollberge, die auf Schienenwagen einen Höhenunterschied von knapp 100 Metern überwinden. Bei seiner Entstehung 1860 galt er als Wunderwerk der Technik.

So können auch Hauptstraßen aussehen ?
So können auch Hauptstraßen aussehen ?

Birgitt übernahm notgedrungen die Sozia-Rolle und flott ging es ostwärts. Das „flott“ war mehr unser Wunschdenken, denn erst einmal galt es ein Straßenbaustellen-Wirrwarr hinter uns zu lassen und dann entpuppten sich viele Kilometer der Strecke schlicht als „Acker“ (nicht irgendwelche Nebenstraßen, sondern die Hauptstraße), bei der nicht mehr als 50 km/h drin waren.

„Hebewerk“ des Oberländischen Kanals
„Hebewerk“ des Oberländischen Kanals

Am Kanal angekommen, hatten wir das Glück, dass der Hubmechanismus gerade in Gang gesetzt wurde, da je ein Schiff berghoch bzw. bergab bugsiert werden musste.

Auch gelang es uns noch einen Blick in das Maschinenhaus zu werfen, die die Hubmechanik über einen cleveren Seilzugmechanismus in Bewegung versetzte (leider hat es nicht geklappt das kurze Video in den Blog einzubinden ?). Und alles wurde über Wasserkraft mittels Schaufelrad angetrieben. War schon beeindruckend. 

Maschinenhaus des Oberländischen Kanals
Die Weichsel in der Nähe von Rudniki
Die Weichsel in der Nähe von Rudniki

Danach ging es westwärts zurück bis zur Weichsel. Der Regen holte uns auch ein, war aber nur leichtes Getröpfel. Auf der Rückfahrt versuchten wir es mal wieder mit einem Café, aber fern ab von touristischen Höhepunkten sind Café sehr rar gesät – meist bieten Tankstellen eine mitunter gute Alternative.

Wieder in Marienburg noch im Supermarkt (der englischen Kette Tesco – hatte aber nicht das Niveau wie in England) alles für ein Abendessen eingekauft.

Auf dem CP bauten wir dann doch unser Tarp auf, da es immer mal wieder vor sich nieselte.

Nett Burger gebrutzelt und wie die anderen Abende auch, bei einem Bier den Kampf mit den Mücken aufgenommen. Bisher sind wir noch Sieger ?.

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