Kanalfahrt 😉

Die Nacht verlief wider Erwarten ruhiger (Hochzeitsparty, feierwĂŒtiger Sportclub) als gedacht. Den Tag mit einem FrĂŒhstĂŒck an unserer „erworbenen“ Holztisch/Sitzbank-Kombinationen (findet sich auf vielen CPs als begehrtes Sitzmöbel) begonnen.

Unser neuer Kaffeefilter
Unser neuer Kaffeefilter

Es war an der Zeit unseren neuen mobilen Kaffeefilter einzuweihen. Zusammengeklappt nicht grĂ¶ĂŸer als eine Tasse, konnte er nun sein Können zeigen – und er enttĂ€uschte uns nicht 😋.

FĂŒr heute entschlossen wir uns zu einer Tagestour in leicht sĂŒdöstlicher Richtung. Ziel war der OberlĂ€ndische Kanal, der mit seinen 130 km LĂ€nge mehrere Seen im Gebiet Ermland-Masuren verbindet. Die Besonderheit und heutige Touristenattraktion sind die fĂŒnf Rollberge, die auf Schienenwagen einen Höhenunterschied von knapp 100 Metern ĂŒberwinden. Bei seiner Entstehung 1860 galt er als Wunderwerk der Technik.

So können auch Hauptstraßen aussehen 😏
So können auch Hauptstraßen aussehen 😏

Birgitt ĂŒbernahm notgedrungen die Sozia-Rolle und flott ging es ostwĂ€rts. Das „flott“ war mehr unser Wunschdenken, denn erst einmal galt es ein Straßenbaustellen-Wirrwarr hinter uns zu lassen und dann entpuppten sich viele Kilometer der Strecke schlicht als „Acker“ (nicht irgendwelche Nebenstraßen, sondern die Hauptstraße), bei der nicht mehr als 50 km/h drin waren.

„Hebewerk“ des OberlĂ€ndischen Kanals
„Hebewerk“ des OberlĂ€ndischen Kanals

Am Kanal angekommen, hatten wir das GlĂŒck, dass der Hubmechanismus gerade in Gang gesetzt wurde, da je ein Schiff berghoch bzw. bergab bugsiert werden musste.

Auch gelang es uns noch einen Blick in das Maschinenhaus zu werfen, die die Hubmechanik ĂŒber einen cleveren Seilzugmechanismus in Bewegung versetzte (leider hat es nicht geklappt das kurze Video in den Blog einzubinden 😱). Und alles wurde ĂŒber Wasserkraft mittels Schaufelrad angetrieben. War schon beeindruckend. 

Maschinenhaus des OberlÀndischen Kanals
Die Weichsel in der NĂ€he von Rudniki
Die Weichsel in der NĂ€he von Rudniki

Danach ging es westwĂ€rts zurĂŒck bis zur Weichsel. Der Regen holte uns auch ein, war aber nur leichtes Getröpfel. Auf der RĂŒckfahrt versuchten wir es mal wieder mit einem CafĂ©, aber fern ab von touristischen Höhepunkten sind CafĂ© sehr rar gesĂ€t – meist bieten Tankstellen eine mitunter gute Alternative.

Wieder in Marienburg noch im Supermarkt (der englischen Kette Tesco – hatte aber nicht das Niveau wie in England) alles fĂŒr ein Abendessen eingekauft.

Auf dem CP bauten wir dann doch unser Tarp auf, da es immer mal wieder vor sich nieselte.

Nett Burger gebrutzelt und wie die anderen Abende auch, bei einem Bier den Kampf mit den MĂŒcken aufgenommen. Bisher sind wir noch Sieger 😁.

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