Kentauren haben wir nicht gesehen …  

Nach der gestrigen Entspannung stand heute mal wieder eine Tour an. Es galt den grünen Pílion kennenzulernen, einen Gebirgszug, der die gleichnamige Halbinsel bildet. Die Region ist durch seine üppige Vegetation und das milde Klima, das sich aus der Lage zwischen der Ägäis und dem Pagasitischen Golf ergibt, nicht nur bei den Griechen sehr beliebt. In den über 40, teilweise historischen, Bergdörfern finden sich reichlich Appartement, Ferienwohnungen und Hotels. 

Wir starteten die Tour mit zwei Maschinen, also Fahrer und Sozia. Damit war die Abstimmung etwas einfacher. Unser Weg führte uns erstmal Richtung Volos, wobei unser Navi uns durch kleinste Gassen führte, wo nicht klar war, ob wir nicht gleich im Hinterhof einer verlassenen Werkstatt stehen 😁.

Zuerst ging es zum Bergdorf Makrinitsa, wobei sich der Ort über 500 Höhenmeter zieht. Die Straße windet sich am Hang empor, so dass häufig der erste Gang reichte. An der Straße wurden immer wieder in großen Mengen verschiedenste, in Gläsern eingelegte, Früchte oder Gemüse angeboten. 

Im Ort Portaria gönnten wir uns ein erstklassiges Frühstück in einem der vielen Cafés. Anschließend erreichten wir bei Chaniá mit 1200 Meter den höchsten Punkt unserer Tour. Immer wieder bot die Straße einen großartigen Ausblick auf den Pagasitischen Golf und die Stadt Volos. 

1000-jährige Platane in Tsangaráda
1000-jährige Platane in Tsangaráda

Hinter dem Pass änderte sich die Vegetation merklich. Waren es vorher eher kleine Bäume und Büsche so fuhren wir jetzt durch alten Baumbestand. Links und rechts waren öfters Bachläufe zu erkennen, die vermutlich in der Zeit der Schneeschmelze reichlich Wasser führen.

Als nächster Punkt ging es in den Ort Tsangaráda auf der Ostseite des Pílions. Die Besonderheit hier ist eine 1000-jährige Platane. In einem Café im Schatten dieses mächtigen Baums mussten wir natürlich eine Pause einlegen. 

Danach schwenkte die Straße Richtung Westen. Waren viele Straßenabschnitte mitunter etwas hoppelig, so ging es die nächsten Kilometer bis an die Küste des Golfs in einer schön geführten Kurvenstrecke.

Natürlich ging es nach der Tour erst einmal ins Wasser. Der Samstag hat auch eine Menge Griechen angelockt, die mit Familie oder Freunden das Strandleben sehr lebendig gestalteten 😉. 

Und was ist mit den Kentauren? Die Halbinsel Pílion mit ihrer wilden Berglandschaft soll die sagenhafte Heimat der Kentauren, jenen Fabelwesen aus Mensch und Pferd, sein. Und die haben wir nicht gesehen, aber in vielen Souvenirläden finden wir sie als lebhafte Keramikfiguren.

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