Limerick

Nach einem bedeckten Start entwickelte sich der Tag noch sensationell. Leichter Wind  und Sonne satt. Jetzt ist es hier 20 Uhr und es zieht Bewölkung auf, aber damit kann man ja leben 😉. Unsere Nachbarn bereiten das Lagerfeuer vor und wir Steaks mit Caprese 😁. 

Blick von King John‘s Castle in das Zentrum von Limerick
Blick von King John‘s Castle in das Zentrum von Limerick

Erstes Ziel war heute King John‘s Castle in Limerick. Es liegt mitten in der heutigen Stadt, umgeben von alten Kirchen. Mit Hilfe des Navis war es auch schnell gefunden und einen Parkplatz vor dem Visitor-Center gab es auch.

Die Bauarbeiten für das Castle begannen 1212 und dauerten Jahrzehnte. Natürlich wurde später immer wieder an- und umgebaut. Beeindruckend gemacht war die Dokumentation der Geschichte der Burg. Auf großen Bildschirmen erzählten Schauspieler in den Rollen damaliger Charaktere von ihren Berufen und den historischen Vorkommnissen, wie etwa der Belagerung der Burg im 17. Jahrhundert. Damals waren 800 Menschen auf relativ kleinem Raum eingepfercht. Was das für Zustände waren mag man sich nicht vorstellen. In den Gewölben könnte man noch Tunnelgrabungen sehen, von Gegnern wie Verteidiger der Burg. Alles sehr schön und anschaulich aufbereitet, mit Schautafeln und Filmen.

Blick von King John‘s Castle über den Shannon
Blick von King John‘s Castle über den Shannon

Die Burg selbst gab dann aber nicht allzu viel her. Im Burghof waren Bühnenarbeiter gerade damit beschäftigt eine große Bühne aufzubauen, die den halben Hof einnahm. Gegenüber lief der Aufbau der Schänke. Da kam kein Feeling für Geschichte auf 🤨. Einzig die Aussichten von den noch vorhandenen Türmen waren ganz nett.

Stärkung nach der Castle-Besichtigung
Stärkung nach der Castle-Besichtigung

Limerick ist, nach Dublin und Cork, die drittgrößte Stadt Irlands. Da muss es doch wohl möglich sein einen Laden zu finden in dem wir eine neue Gaskartusche kaufen können. War es auch 😊. Die Mopeds ließen wir am Castle stehen und gingen zu Fuß in die Stadt. 30 Minuten später hatten wir eine neue Gaskartusche, einen neuen Rucksack (meiner ist in der letzten Phase der Auflösung) und eingekauft hatten wir auch. Nun noch schnell alles zu den Motorrädern geschleppt (macht Hermann) und verstaut (macht diesmal auch Hermann), dann kann es schon losgehen zum nächsten Ziel.

Das schönste Dorf Irlands, laut einem der Reiseführer, wobei wahrscheinlich jeder was anderes sagt, soll Adare sein. Wo wir grade in der Nähe sind, fahren wir doch einfach mal da hin 😁.

Hauptstraße in Adare
Hauptstraße in Adare

Anscheinend sind wir nicht die einzigen, die das gelesen haben und so stauen wir uns in den Ort. Parken war dann kein Problem, nette Cottages und Läden, aber ich glaube, das mit dem schönsten Ort ist einfach Geschmacksache 🤔. Wir bummelten die Hauptstraße einmal hoch und runter, gönnten uns noch ein Cappuccino in einem Café mit angeschlossenem Antiquariat (war aber mitnichten unser Stil 😂), bevor es zurück nach Mountshannon ging.

Noch ein Wort zum Klima. Beim letzten Telefonat mit Laurids, erwähnte er, das er einen Bericht über Irland mit Satellitenbildern gesehen hätte, in dem von Wasserknappheit hier auf der Insel die Rede war. Die Bilder dieses Jahres zeigen keine grüne Insel, sondern eine bräunliche. Wir können diesen Eindruck, je weiter wir nach Süden kommen, nur bestätigen. Auch hier ist vieles braun und vertrocknet. Die Temperaturen von über 30 Grad in den letzten Wochen setzen der Vegetation ganz schön zu. Auch viele der Leute, mit denen wir gesprochen haben stöhnen über die gewesene Hitze. Hoffentlich gibt es bald ausreichend Regen, natürlich erst wenn wir weg sind 😉.

Alter Friedhof mit verfallener Kapelle nahe Mountshannon
Alter Friedhof mit verfallener Kapelle nahe Mountshannon

Da wir heute auch viel über kleinere Straßen gefahren sind, wurden wir auch ganz gut durchgeschüttelt. Auf den Single-Tracks liegt oft viel Splitt und Dreck auf der Fahrbahn und die Oberflächen sind uneben. Nicht so viele Löcher wie in Italien, aber es rüttelt doch ganz schön. Es ist immer wieder interessant, wo mich das Navi entlang führt, nicht immer nur die großen, sondern mit Vorliebe die kleinen Straßen. Manchmal fahr ich da einfach auch nicht rein, wenn das schon aussieht wie ein Feldweg 🤪.

Morgen geht es nach Dingle, bin mal gespannt 😄.

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