Nördlichster Punkt Irlands

Gestern Abend noch ein wenig mit den Engländern auf dem CP getrauert (WM-Spiel Kroatien-England, 2:1 n.V.), aber für uns gab es heute wieder neue Ziele auf unserer Tour. Für die Tour zogen wir uns das erste Mal einen dicken Pullover an, da die Temperaturen so um die 15 Grad dümpelten.

Portaleen an der Nordküste von Inishowen
Portaleen an der Nordküste von Inishowen

Wir wollten heute Inishowen umrunden, die größte Halbinsel Irlands. Dafür gab es zwei Wege, einmal auf dem bekannten „Wild Atlantic Way“ (in südlicher Richtung) und dem „Inishowen 100“ (ein 100 Meilen gekennzeichneter Weg auf der Halbinsel). Beide Wege überdecken sich manchmal, aber unterscheiden sich auch. 

Malin Head
Malin Head

Unser erster Punkt war Malin Head, der nördlichste Punkt Irlands, direkt am Atlantischen Ozean gelegen. Die Straßen dorthin waren teilweise mit Grasnarbe in der Mitte, aber es gab auch schön ausgebaute Abschnitte. Malin Head ist natürlich Anlaufpunkt aller Touristen die sich im nördlichen Irland rumtreiben. Daher war ein Kommen und Gehen zu beobachten. Malin Head ist eine sehr windige Ecke, an keinem Ort Irlands (und Britanniens) wird so häufig Windstärke 12 gemessen. Für uns ging es weiter zum Ort Malin. Auf dem Weg zeigte sich die Küste schroff und zerklüftet, aber auch mit langen Sandstränden.

Marktplatz von Carndonagh
Marktplatz von Carndonagh

Leider war das einzige Café in Malin (was wir gefunden haben) geschlossen, so dass es weiter nach Carndonagh ging. War auch gut so, denn der Ort war eine typische irische Kleinstadt, bezeichnete sich auch als „historical Town“. Das ist immer wie ein Gütesiegel für einen schönen Ortskern mit schönen Marktplatz, umsäumt mit kleinen Geschäften, Pubs und Cafés ?. Und genau so war es auch. Wir rein in ein hübsches Café und die herzhaften und süßen Leckereien genossen.

Weg am Gap of Mamore
Weg am Gap of Mamore

Gut gestärkt ging es weiter in Richtung des Glenevin Waterfall, den wir allerdings in unseren Motorradklamotten nicht erkletterten wollten. Spannend wurde es bei der Durchquerung der „Gap of Mamore“, einem kleinen Höhenzug. Der konnte an der Küste umfahren werden oder über einen kleinen Pass „erklommen“ werden. Klettern war schon nah dran, da er Abschnitte mit 30% Prozent Steigung bot. Eine Dreier-Motorradgruppe vor uns hatte schon ein wenig zu kämpfen ?. Wir konnten hier natürlich unsere Erfahrung aus dem letzten Jahr am Hardknott-Pass im Lake District voll ausspielen ?.

Aussicht am Gap of Mamore
Aussicht am Gap of Mamore

Ab Buncrana wurden die Straßen breiter und auch der Verkehr nahm zu. Besondere Highlight gab es auf dieser Strecke auch nicht mehr. In Letterkenny ging es erst einmal in den nächsten Supermarkt. Riesenteil und brechend voll. 

Da die CPs hier nicht so reichlich gesät sind, fuhren wir von Letterkenny nordwärts über Millford nach Carrowkeel. Am CP angekommen, meinte die Trulla an der Rezeption, der Platz sei belegt ?. Dafür gab es aber noch viel Rasenfläche für Zelte. Naja, weiter nach Portsalon und dort fanden wir einen netten CP mit viel Rasenfläche für viele Zelte. Und man glaubt es kaum, es kamen doch tatsächlich noch zwei irische Biker mit Zelt ?.

Knockalla Caravan & Camping Park bei Portsalon
Knockalla Caravan & Camping Park bei Portsalon

Wir hatten dann noch ein dramatisches Ereignis. Scheinbar (wir haben es nicht gesehen) stolperte ein ungefähr 8-jährige Junge über unsere Zeltleine und fiel mit dem Knie auf einen Zeltnagel. Dabei hat er sich eine 3-4 cm große Fleischwunde zugezogen. Wir den Jungen geschnappt und versucht die Eltern zu finden, begleitet von ca. zwei Dutzend wild durcheinander plappernden Kindern. Da würde man in Deutsch kaum was verstehen, hier nun nichts mehr. Natürlich kam dann die Mutter und alles wurde gut. Sie kam später noch einmal zu uns und erzählte die Wunde wurde genäht und dem Jungen geht es gut.

Abendstimmung am CP bei Portsalon
Abendstimmung am CP bei Portsalon

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