Ostsee-Umrundung ade 😏

Unser weitere Tourenplanung haben wir noch einmal hin und her gedreht und uns fĂŒr eine Änderung entschieden. Da wir durch den Werkstatt-Aufenthalt in Danzig knapp fĂŒnf Tage „verloren“ haben und damit notgedrungen durchs Baltikum flotter fahren mussten um den Visum-Termin zu halten, kehren wir jetzt zurĂŒck und werden uns noch einige Highlight des Baltikums anschauen. Dann soll es weiter Richtung SĂŒdpolen gehen und den Rest, … schauen wir mal 😁.

Also heute morgen im Hotel die Moppeds wieder beladen und dann rein in den Petersburger Autoverkehr. Der war nicht so voll und hektisch wie erwartet. Auch das Wetter war uns gesonnen, denn entgegen der Prognose regnete es nicht 😄. Auf den gut 30 km bis zum Stadtrand blieb also viel Zeit um die EindrĂŒcke, die diese Stadt hinterlĂ€sst, noch einmal wirken zu lassen. Jedenfalls fĂŒr denjenigen der nur hinterherfahren muss 😉.

Lenin und Stalin auf einem Relief in der Metro

Es bleibt ein ambivalentes GefĂŒhl zurĂŒck, da die Stadt auf ihrer ĂŒber 300-jĂ€hrigen Geschichte viel Höhepunkte und viel Leid erfahren hat und dieses sich im Stadtbild ĂŒberall wiederfindet. Da ist die Zarenzeit mit ihren Prunkbauten, die heute die Touristenströme aus aller Welt anlocken. Die Oktoberrevolution und in Folge die Sowjetzeit, die sich nach unserem Eindruck nicht so stark im Stadtbild wiederfindet, wie wir gedacht haben. In einer Metrostation ist auf einem Relief eines der ganz wenigen Bildnisse mit Stalin zu sehen. Der Niedergang der Sowjetzeit Anfang der 1990-Jahre brachte viel Unsicherheit und Existenzsorgen mit sich, so erzĂ€hlte es unser Guide Eugenia ĂŒber die Generation ihrer Eltern.

Und heute ist es eine bunte, schillernde und schnelllebige Stadt, deren Vielfalt sich im Straßenbild der Menschen spiegelt, egal ob auffĂ€lliges Outfit oder mit der Clique abhĂ€ngen im Park.

NatĂŒrlich will ich hier nichts beschönigen, denn bei der Fahrt durch die Stadt ging es auch durch die Randbezirke, die mitunter sehr herunter gekommen sind oder es ging durch Trabanten-Stadtteile mit unzĂ€hligen HochhĂ€usern. Allerdings eins findet sich ĂŒberall in der Stadt wieder. Dass sind Mahnmale, egal ob in Form kleiner Tafeln an HĂ€userwĂ€nden oder große Bauten auf Verkehrsinseln, aus der Zeit der Belagerung der Stadt von 1941 bis 44, in der weit mehr als eine Million Menschen verhungert sind.

Warten vor dem russischen Zoll

Wir fuhren wieder zurĂŒck zum GrenzĂŒbergang Iwangorod/Narwa und reihten uns in die Warteschlage ein. Die Abfertigung dauerte wie bei der Hinfahrt rund 2 Stunden. Allerdings ist es mir ein RĂ€tsel warum unsere PĂ€sse und Fahrzeugpapiere wieder und wieder gescannt wurden, egal ob auf der russischen oder estlĂ€ndischen Seite. Aber egal, wir waren wieder in Estland und konnten wieder was mit den Buchstaben anfangen 😂.

Warten vor dem EstlÀndischen Zoll

Flott ging es Richtung Tallinn und ca. 50 km vor Tallinn fanden wir einen CP im Lahemaa Nationalpark. Ist deren grĂ¶ĂŸter Nationalpark und wie ich anmerken muss, die MĂŒcken haben auch große Ausmaße 😳.

Mal wieder Zelt in Estland

Zeltaufbau hat nach den Tagen der Abstinenz wunderbar geklappt 😁 und die Ostsee ist auch nur 100 Meter entfernt (siehe Titelbild).

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