Platzrunde

Die fast 900 m Höhe von Burgos sorgten in der Nacht für angenehme Temperaturen von unter 15 Grad. Da ließ es sich doch angenehm schlafen 😴. Da wir uns entschlossen hatten auf dem CP zu bleiben, war erst einmal ausschlafen und ein gemütliches Frühstück am Zelt angesagt. 

Den Plan, die Stadt zu besichtigen, haben wir auf morgen verschoben und stattdessen uns für eine Tour in die Umgebung entschlossen, da es heute nur 32 Grad werden soll, morgen aber 38-39 Grad und das sind schon gar keine Motorradtouren-Temperaturen 😅.

Auf dem Weg nach Santo Domingo de Silos

Unsere Tour führte uns auf der N234 Richtung Soria, aber bei dem Örtchen Hortiggüela ging es auf kleine Straßen Richtung Santo Domingo de Silos. Die Straße schlängelte sich am Fluss Arlanza entlang, der eine eindrucksvolle Schlucht in die Berge geschnitten hat. Auffällig waren die vielen Farben der Landschaft, die ein Spektrum von Kalkweiß, über Terrakotta bis hin zu Grau umfassten.

Die Orte wirkten bei der Hitze wie ausgestorben, welches aber nicht für Santo Domingo de Silos mit seinem Benediktinerkloster gilt. Seid den 90er Jahren sind die Mönche mit ihren gregorianischen Gesängen weltberühmt. Heute natürlich eine Touristenattraktion und entsprechend ist der Ort gefüllt, insbesondere an einem Sonntag 😁 (ein schönes Musik-Video mit Bilder aus dem Kloster und anderen sakralen Bauten Spaniens findet sich hier, wer es mag 😉).

Felsformation im Tal der Arlanza

Für uns ging es weiter auf der BU 825 in die Sierra de la Demanda. Zuerst über weite Ebenen mit Getreidefeldern, dann wieder einem Flusslauf folgend, der eine schöne Schlucht in die Landschaft geschnitten hatte. An einer exponierten Stelle der Felsen hat sich eine Greifvögelkolonie eingenistet, welche gelassen ihre Kreise über der Schlucht zogen. 

Felsennadeln mit Greifvögelnestern

Den höchsten Punkt erreichten wir am Puerto del Manquillo (1.400 m), der aber keine besondere Aussicht bot. Die Weiterfahrt überraschte uns ein paar Kilometer weiter mit einer Baustelle an einer Brücke.

Als Ausweichlösung war ein Stück Feldweg durch die Flusssenke angelegt 😏. Da wir ohne Gepäck unterwegs waren, ließen sich die Mopeds ganz gut durch die Senke manövrieren.

Kleine Offroadeinlage auf der BU-820 durch das Flussbett des Rio Arlanzón
Kleine Offroadeinlage auf der BU-820 durch das Flussbett des Rio Arlanzón

An zwei Stauseen vorbei ging es auf die N120 Richtung Burgos. Auf dem Weg überholte uns noch eine geführte Motorradtour aus Deutschland in flotter Fahrt.

Auf dem CP glichen wir erst einmal unseren Flüssigkeitshaushalt mit Wasser, Caffè con Leche, Radler, Bier und Pastis (in dieser Reihenfolge) aus.

Im CP-Restaurant gab es dann noch ein lecker Abendessen und bei einem Glas Roten (eher Edelstahl-Becher) ließen wir den Abend ausklingen.

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