Vom Winde verweht …

Ostsee bei Usedom

Da es eine Ostsee-Runde wird, wollen wir von jedem Land ein Ostseebild zeigen, wenn es klappt auch von jedem Tag ein Ostseebild. Also nicht wundern wenn‘s ein paar Meeresbilder mehr werden ?.

Der Tag begann gar nicht so wie wir es uns gedacht haben, nämlich der Regen weckte uns auf ?. War nicht lange und der kräftige Wind trocknete auch alles wieder schnell. Auf ging es zur polnischen Grenze. In Heringsdorf noch nett gefrühstückt, wobei Birgitt das Kunststück vollbrachte direkt vor dem von uns ausgesuchten Bäcker einen Parkplatz zu erwischen. War nicht so selbstverständlich, da sich der Verkehr, wie in vielen Küstenorten und -straßen, munter vor sich hin staute.

Platz ist in der letzten Ecke – Fähre bei Swinemünde

Der Grenzübergang in Swinemünde fiel dadurch auf, das es sich noch mehr staute, da es neben der Hauptstraße (gefühlt) kilometerlang Buden, Bretterverschläge, Garagen oder Stände gab, an denen weltweiter Nippes verkauft wurde, den sowieso keiner braucht, bis auf die Zigaretten (mit dem Slogan „hier besonders billig“). Eine Umleitung über Nebenstraßen führte dann zum völligen Chaos.

Der Fluss Swine verbindet die Ostsee mit dem Stettiner Haff und mangels Brücke blieb uns nur die Fähre. Also ein wenig warten um dann noch in ein Eckchen auf der Fähre „geschoben“ zu werden ?. Aber dafür war die Fähre frei – und wir machten uns schon Gedanken, wo wir den Zlotys herkriegen (klar, Bankomat, aber erstmal einen finden ?).

“Blättertunnel“ auf polnischer Landstraße

Den haben wir dann in Miedzywodzie gefunden, einem Seebadort, der jedem Touri-Badeort in Italien, Frankreich oder Spanien das Wasser reichen kann. Aber es geht noch besser.

Die Fahrt durch die Küstenregion war eher unspektakulär. Viel Wald (siehst‘e kaum was), dunkle Baum-Alleen und viel Getreidefelder – und meist nur geradeaus ?.

Stürmische Ostsee bei Mielno

Auch schöne neue Straßen mit modernen Brücken – immer mit Hinweisschildern, dass das mit EU-Geld geförderte Projekte sind. Komisch, da die polnische Regierung kein gutes Haar an der EU lässt (dieser platte Seitenhieb musste jetzt mal sein) ?.

Promenade in Mielno

In unserem Zielort Mielno angekommen haben wir gleich den CP gefunden. Netter kleiner Platz. Mit unserem Zelt haben wir uns in eine windgeschützte Ecke gedrückt, da es doch mächtig stürmte. Es war auch merklich kühl, so dass wir beim Aufbau noch nichtmal unsere Motorradklamotten ausgezogen haben.

An der CP-Bar erst einmal ein Radler getrunken, da wir gemerkt haben, tagsüber doch zu wenig getrunken haben.

„Buden-Meile“ in Mielno

Und dann ging es in den Ort. Auf der Promenade überraschte uns die Ostsee mit recht stürmischen Wellengang und einer steifen Brise. Der Ort ist so der richtige Klischee-Badeort. Jede Menge Fastfood-Buden, Kirmes-Hallen, Nippes ohne Ende, protzige Autos die mit markerschütternder Musik auf irgendwas aufmerksam machen wollen. Und während wir mit Fleecejacke (Birgitt noch mit Regenjacke darüber) und langer Hose dem stürmischen Wind bei 17 Grad trotzen, geht die polnische Jugend mit Hotpans und Top zum Dorfschwof.

Wird fanden es spannend und wie gesagt, könnte auch irgendwo am Mittelmeer sein.

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