Zum Franz Josef Glacier

Heute Morgen mussten wir leider feststellen, dass das Wetter genau den Vorhersagen entsprach, nämlich ziemlich windig und verregnet.☹️Wir sind dann nach dem Frühstück noch einmal in den Ort Greymouth zurück gefahren, um einen Großeinkauf für 3 Tage zu tätigen, denn der 06.02.2020 ist in Neuseeland ein Feiertag und alle Geschäfte sollen dann geschlossen haben. Die ganzen Mengen zu verstauen war schon eine Herausforderung, aber wir bekamen das hin und fuhren in Richtung Etappenziel Franz Josef ( Gletscher ) los. 

Auf halber Strecke machten wir in Ross, einer Historic Gold Town, halt. Nach kurzer Überlegung zogen wir uns die Regenjacken an und begannen mit einer kleinen Wanderung auf dem „Water Race Walkway“, Dauer ca. 1 Stunde. Hier begann 1865 die Goldsuche. Auf dem Weg konnte man noch alte Wasserspühlrohre sehen, welche das Wasser zum Auswaschen des Goldes aus den oberen Bereichen des Berges unter hohem Druck nach unten förderten. Auch andere Reliquien wie ein Wasserrad und zerfallene Brücken waren hier zu sehen. Bis zum heutigen Tag sollen hier noch Goldgräberarbeiten stattfinden.

Auch eine Hütte, in denen die Goldgräber gewohnt haben, war noch zu erkennen. Nicht sehr komfortabel muss ich sagen.?

Alte Goldgräber-Hütte bei Ross
Alte Goldgräber-Hütte bei Ross

Am Ende der kleinen Tour gab es noch einige Utensilien aus der damaligen Zeit zu sehen, u.a. den größten hier gefundenen Goldklumpen mit einem Gewicht von ca. 3000 Gramm. Wir haben dann auch noch ein wenig gesucht, um unsere Urlaubskasse etwas aufzufrischen, leider ohne Erfolg.??

Größter Goldklumpen-Fund in NZ bei Ross
Größter Goldklumpen-Fund in NZ bei Ross

Auf dem Weg zum Wohnmobil kamen wir noch an einem schwarzen ( Gott sei Dank eingezäunt ) Lama vorbei. Der Zaun erlaubte uns den gebührenden Abstand zu halten, denn der Kleine sah recht angriffslustig aus .?

Lama

Dann noch ca 1,5 Stunden zu unserem geplanten Ziel, einem CP mit Sicht auf den Franz Josef Glacier gefahren, aber der Gletscher war einfach nicht zu sehen, vollkommen in den Wolken verschwunden. Es regnete während der Fahrt unablässig weiter. Die Flüsse, über die wir fuhren, sind bis zur Oberkannte und darüber mit Wasser gefüllt und zu teilweise reißenden Strömen geworden, welche eine Menge altes Holz, ganze Baumstämme u.ä. mit ins Tal transportieren.

Auf dem CP angekommen erst einmal eine Maschine Wäsche angeworfen und einen Kaffee im Wohnmobil getrunken. Das sind halt die Vorzüge eines solchen Gefährtes , denn es schüttete jetzt wie aus Kübeln. Als wir die Wäsche dann aus dem Trockner geholt haben, riss der Himmel plötzlich auf, die Sonne ? kam heraus und der Blick auf den Gletscher wurde frei….aber ich denke den werden wir Morgen noch genauer sehen.

Ein Kommentar zu “Zum Franz Josef Glacier

  1. Moinsen Rüdiger!
    Einkaufen und Feiertage, da kennst du dich ja aus….:)
    Auch wenn das Wetter Euch derzeit nicht zuspielt, trotzdem viel Spaß auf Euren weiteren Touren!

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