30% und einspurig

Irgendwas läuft bei CPs häufig unrund. Entweder du hast direkt eine Laterne vorm Zelt, der Weg zum Klo ist zu weit oder wie hier, morgens gibt es keine Chance auf Sonne 😂. Na gut , wenn es weiter nichts ist.

Den Tag haben wir ganz entspannt mit einer Maschine voll Wäsche angefangen und dann, wie dekadent, auch noch den Trockner benutzt 😳😇. Also alles wieder frisch. Ich glaube, du kannst noch so wenig Klamotten mitnehmen, du brauchst immer nur die Hälfte oder sogar weniger.

Irische See mit der Insel "Isle of Man"
Irische See mit der Insel “Isle of Man”

Die beiden Sachen, die wir uns heute ansehen wollten, haben wir erst gar nicht gefunden. Genauso wenig, wie einen Supermarkt. Insofern hätte unsere Überschrift auch “Vergebliche Suche” lauten können. Ok, verhungern tun wir nicht und gefahren sind wir wir auch ca. 130 km und das Wichtigste, eine Tankstelle haben wir auch gefunden.

Zunächst sind wir am Windermere-See entlang gefahren, am “Old Man of Coniston” (der höchste Berg in diesem Teil des Lake Districts) vorbei, an die Westküste gefahren. Dort haben wir einen Blick rüber zur Isle of Man (unter der Wolke) geworfen, vielleicht fahren wir ja da noch hin.

Straßenbild im Lake District
Straßenbild im Lake District

Zurück ins Inland, um dann den von Thorsten wärmstens empfohlenen Hardknott-Pass mit den 30% Steigung und Gefälle anzugehen.

Um die Straßenlage hier richtig zu verstehen, muss ich mal etwas ausholen. Also es gibt hier, für unser Verständnis ganz normale Straßen. Jeder hat eine oder zwei Fahrbahnen in seiner Fahrtrichtung in entsprechender Breite zur Verfügung. Der Normalfall sieht allerdings anders aus. Es gibt zweispurige Straßen, jeder hat eine Fahrbahn, nicht breit, aber immerhin. Mit dem Auto schrammst du da bei Gegenverkehr schon mal an der obligatorischen Hecke entlang (oft ist da aber auch eine Mauer 😬).

Aufstieg zum Hardknott-Pass
Aufstieg zum Hardknott-Pass

Dann gibt es noch die 1  1/2-Spur-Straßen, auf denen quetschen sich die Fahrzeuge grade so, irgendwie aneinander vorbei. Die sind auch sehr häufig, aber es geht noch kleiner. Die 1-Spur-Straßen, wo es kleine Ausweichbuchten gibt, in die der eine oder andere auch mal rückwärts rangieren muss. Diese sind teilweise mit Grass bewachsen oder in der Mitte liegt jede Menge Schotter oder manchmal sieht man sie unter dem Match gar nicht mehr und denkt man ist auf einem Feldweg. Biegt man in so eine Straße ein, denkt man, da fährt kein Mensch. Denkste, wir hatten noch nicht eine Straße, auf der uns nicht wenigstens ein Auto, LKW oder Trecker entgegenkam, meistens eher mehrere.

Hochebene des Hardknott-Pass
Hochebene des Hardknott-Pass

Aber jetzt zum Pass. Die Straße ist 1-Spurig mit Ausweichbuchten. Also immer schön möglichst weit voraus schauen, was zum Glück in den steileren Bereichen möglich ist, weiter unten schleicht man dann eben um die Hecken. Das Ding ist schon eine Nummer für sich, ich möchte nicht wissen, wie Thorsten da mit dem Bully raufgeschlichen ist.😉

Hermann bei der Abfahrt

Ich, für meinen Teil muss da nicht nochmal hoch, zumal die Strasse auch noch grottenschlecht ist, mit Schlaglöchern, Verwerfungen und Abbruchkanten.

Wie schon erwähnt, den Supermarkt (in Windermere, eine Stadt die heute dermassen überlaufen von Touristen war und natürlich nirgends einen Parkplatz) haben wir nicht gefunden 😕, also zurück zum CP, ein bisschen Service an den Mopeds war nötig. Kettenspannen und ich musste meinen Blinker wieder in die Fassung bringen, der war neulich, als ich sie vor einem Kreisverkehr mal so eben auf der Seite abgelegt hatte, mal rausgerutscht.

CP Ansicht mit XR-Biker und Chapel-Zelt
CP Ansicht mit XR-Biker und Chapel-Zelt

Mittlerweile hat sich hier auf dem CP auch noch ein anderer XR-Fahrer eingefunden, der auch noch das gleiche Zelt hat wie wir 😳🤔. Komisch!

2 Kommentare zu “30% und einspurig

  1. Nach der gestrigen Tagestour gehört ihr endgültig zur Gruppe der ‘Verstrahlten’, denn ihr seid ja dicht an Sellafield vorbeigekommen. Aber eben auch zur Helden-Gruppe ‘wir haben den Hardknott bewältigt’.
    Das mit dem ‘zuviel Wäsche-Phänomen’ hatten wir in unseren Urlaub gerade auch – einiges und vorallem das einzige langärmelige (Fleece) kamen unbenutzt wieder zurück. Und wir hatten trotz Kissen ;-)) nicht mal volle Koffer.
    Und das mit den Singletracks wird in Schottland besser – da fehlen idR die Hecken und der Blick kann mehrere Ausweichbuchten tw. kilometerweise voraus gehen. In D würde jetzt vermutlich der Wettkampf losgehen, wer den anderen in eine Ausweichbucht zwingt. Aber bei den überfreundlichen Briten haben wir es meist erlebt, dass die bereits 2-3 Buchten zu früh rein sind und gewartet haben. Als wir dies auch mal gemacht haben, haben die 5 Briten im entgegenkommenden Auto alle einen Arm zum Dank gehoben – der berühmte 5-Arm-Dank ;-))

    1. Ach das mit Sellafield erklärt jetzt die innere Wärme – oder ist es doch der Whisky 😉

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