Cava Grande und Noto

Wir wollten eigentlich weiter an die Südküste, aber es hat sich anders ergeben. Zum einen waren die Wetteraussichten für die Südküste nicht so toll und zum anderen liebäugelten wir mit einer Wanderung in der Cava Grande. Dies hatte uns noch eine Camping-Nachbarin aus der Nähe von Stuttgart empfohlen. Außerdem stand noch der Bummel durch Noto an.

Da der Platz sich zum WoE füllte, nochmal bei der Rezeption für einen Tag Verlängerung nachgefragt, klappte aber problemlos.

Abstieg in die Cava Grande

Also machten wir uns auf zum Naturschutzgebiet „Riserva naturale orientata Cavagrande del Cassibile“, kurz Cava Grande. Es liegt ca. 10 km landeinwärts von Avola und ist ein Canyon von 250 m Tiefe und 10 km Länge, der vom Fluss Cassibile in den Kalkstein geschnitten wurde. Ist ein wenig vergleichbar mit dem Canyon bei Verdon in Frankreich.

Gumpen in der Cava Grande

Der Abstieg geht direkt beim Parkplatz in die Tiefe (wobei man hier noch über die Absperrung klettern musste, da der Zugang noch nicht offiziell geöffnet ist. Interessiert hier aber keinen). Unten angekommen zeigt sich der Canyon von seiner schönen Seite. Der Fluss hat hier Wasserbecken (laghetti) und Wasserfälle geschaffen, an den man baden kann (noch sehr kalt) oder einfach die Sonne genießen kann. 

Wegbegleiter in der Cava Grande, eine Ruinenechse

Natürlich zeigt die Flora und Fauna auch was sie kann und mit ein wenig Glück erwischt man auch mal eine kleine Echse. Nach ein wenig Beschaulichkeit machten wir uns wieder an den Aufstieg. War schon eine schweißtreibende Angelegenheit. Beim Abstieg sind uns Biker aus Malta entgegenkommen, in Motorradklamotten. Jetzt wussten wir was die „leiden“ mussten, da uns der Schweiß in unseren leichten Wanderklamotten schon in Strömen lief ?. Oben angekommen war doch erst einmal ein wenig abkühlen angesagt.

Von daraus ging es dann nach Noto. Die Straße war ganz nett zu fahren und es ergaben sich sich noch schöne Ausblicke auf die Kalksteinlandschaft. In Noto angekommen „eierten“ wir erst einmal wenig durch die Straßen bis wir einen Parkplatz gefunden hatten. Noto ist, wie es in einem Reiseführer heißt, das „architektonische Supermodel im barocken Outfit“. Es bietet einen der schönsten historischen Stadtkerne Siziliens. Warum Barock? Naja, wieder mal das Erdbeben von 1693, welches den ursprünglichen Ort platt gemacht hat.

Der Ort wurde (an etwas anderer Stelle) wieder neu aufgebaut. Und hier hat sich die sizilianische Aristokratie nicht lumpen lassen. Es wurde richtig geklotzt, was sich heute noch an der Prunkstraße Corso Vittorio Emanuele erkennen lässt mit ihren Kirchen und an den Fassaden einzelner Häuser. 

Eis aus einer der besten Eisdielen der Welt in Noto
Eis aus einer der besten Eisdielen der Welt in Noto

Erstaunlicherweise, obwohl Samstag, war der Touristenansturm überschaubar. Wir haben uns nach unserer Wanderung erst einmal in einer Bar in der Nähe der Kirche „Chiesa di San Domenico“ gestärkt.

Danach entspannt über den Corso gebummelt und in der Gelaterie „Corrado Costanza“ das angeblich beste Eis der Welt geschleckert (naja, war ein wenig sehr süß). 

Nochmal einen Glockenturm bestiegen und den Blick über die Stadt genossen. Irgendwann reichte es dann und wir fuhren zu unseren Campingplatz. 

Der hatte sich merklich gefüllt, inklusive Kindergeburtstag. Nette Geste von einem italienischen Wohnmobiler, dem wir zuprosteten und der uns dann ein äußert leckeres Gläschen Mandellikör rüberreichte. Hatte schon was ?.

Den Abend schließen wir im Restaurant ab, da wir keine Lust mehr haben zu kochen.

Jetzt sind wir im Restaurant ?, einschl. Kindergeburtstag. Wie in alten Zeiten, nur auf Italienisch ?

Ein Kommentar zu “Cava Grande und Noto

  1. Na, das klingt doch nach einem gelungenen und abwechslungsreichen Tag – genau richtig, weiter so.

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