Abschied von der tyrrhenischen Küste

Nur so als kleine Anmerkung nebenbei, wir haben gestern unsere Schweizer wieder getroffen und beim Baden am Strand auch die uns schon lange begleitenden Kanadier. Also Sizilien ist echt klein ????. Leider wird das aber wohl das letzte Treffen gewesen sein ?.

Die Wolken heute morgen machten uns den Abschied leichter. Das vorher so ruhige  Wasser in der Bucht war über Nacht merklich lauter geworden. Der Himmel ist bedeckt, aber es ist nicht kalt.

Tyrrhenischen Küste bei Cefalù am heutigen Morgen

Wir fahren die ausgesprochen schöne Küstenstraße in Richtung Osten. Außer in Cefalù ist wenig Verkehr und die Straße schlängelt sich direkt am Wasser entlang. Kurz vor Santo Stefano di Camastra biegen wir ab in die Berge.

Schlechte Aussichten

Bis Mistretta ging auch alles sehr flott, dann ein paar Serpentinen und plopp da waren wir in den Wolken. Nix mit schöner Aussicht ☹️. Und dann kamen noch Baustellen dazu. Also es reicht nicht, das die Straße schlecht ist, die machen hier auch noch kilometerlange Baustellen daraus, wobei nicht ganz klar ist, was da eigentlich repariert wird. Mein Eindruck war eher, die bauen da zusätzliche Schikanen ein. Und prima, nach 6 km endlich das Schild „Cantiere finito“, dann kommt nach 50 m die nächste Kurve und „Cantiere 7,5 km“ ?. Wie doof ist das denn?

…und raus aus der Suppe

Ok, auch das ging vorbei, genauso wie die Wolken. Plötzlich blauer Himmel und fantastische Landschaft. Alles ist grün mit den bunten Flächen der blühenden Blumen und Büsche.

Die Baustellen hörten auf, allerdings wurde die Straße nicht besser. Alle Straßen, mit Ausnahme der Küstenstraße, sind pflegebedürftig. Der Begriff „ Ideallinie“ bekommt hier eine völlig neue Bedeutung ?, als Slalom zwischen Bodenwellen, Löchern, Verwerfungen und eigentlich gar keiner Straße mehr ?. So teilt man seine Aufmerksamkeit zwischen Straße (90%), Landschaft (10%) und Navi (?). Ach da war doch noch was. Trau niemals deinem Navi, wenn es abbiegen will ??. Es ist schon kurios, wohin mich diese Teil locken will. Feldwege und steile Kopfsteinpflasterstraßen, jede Abkürzung von der Hauptroute ist ihm recht.

Blick auf den Ort Cerami
Blick auf den Ort Cerami

Wir vermuten, das liegt an der Marotte der Italiener, die Geschwindigkeit auf den Hauptstraßen zu reglementieren, wohingegen man auf den Nebenstrecken und natürlich auch auf den Feldwegen fröhliche 90 km/h fahren darf. Das doofe Navi weiß natürlich nicht, das das nicht geht und schickt uns immer wieder ins Grüne ??.

Nach einem Cappuccino in Troina sind an der nordwestlichen Flanke des Etna entlang gefahren. Die Landschaft sieht aus wie eine verschorfte Wunde. Immer wieder aufgerissen und die Landschaft wird karger und trockener. Über die S120 kamen wir wieder runter zur Küste, etwas südlich von Taormina.

Wolkenbedeckter Ätna mit der Stadt Bronte im Vordergrund
Wolkenbedeckter Ätna mit der Stadt Bronte im Vordergrund

Noch die letzten Kilometer bis zum CP, übrigens dem gleichen wie vor 2 Wochen. Es geht ein frischer Wind und für morgen ist etwas Regen angesagt. Mal sehen was wir da machen und ob es dann am Mittwoch mit der Wandung auf dem Etna ?klappt.

Jetzt wird gekocht, aber es ist recht windig. Zum Glück haben wir unser Vorzelt, das etwas Windschutz bietet.

Windiges Kochen ?

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