Bald ist die Regenhose durchgesessen ?

Gestern Abend hat Hermann mir versprochen, der nächste Regen würde erst kommen, wenn wir aus St.Petersburg wieder wegfahren. Das war ja wohl nichts. Unsere heutige Unterkunft seht ihr auf dem Titelbild.

Der CP in Riga füllte sich immer mehr und auch uns wurde noch auf die Pelle gerückt. Trotzdem war es sehr entspannt, da die Situation irgendwie für alle gleich doof war.

Wir konnten immerhin noch im Sonnenschein frühstücken und zusammenpacken. Nachdem wir uns von unseren tschechischen Nachbarn, Vater und Tochter, er mit 650er Suzuki und sie 125er Honda, verabschiedet hatten, konnten wir ganz entspannt (es ist ja Samstag) durch Riga fahren. Dann 30 km später war es dann nicht mehr so schön. Ewig lange Baustelle mit direktem Gegenverkehr und klitschnasse Fahrbahn. Zunächst kam zumindest von oben nichts runter, aber durch das Wasser auf der Fahrbahn und die Pfützen in den Spurrillen gab es von unten einige Duschen.

Endlich war die Baustelle zu Ende und das Wetter schien sich auch zu beruhigen. Also schnell nochmal in Sigurda eingekauft und weiter. Dann holten wir die Regensachen doch raus ☹️.

Café heißt nicht immer Kuchen
Café heißt nicht immer Kuchen

Kurz vor der Grenze lockte uns ein großes Schild mit der Aufschrift „Café“ in den Wald. Also Kaffee haben wir bekommen, … aber ansonsten hätte die Hütte mit unseren Vorstellungen eines Cafés nichts gemeinsam. Drinnen gab es nur einen Tresen mit geräuchertem Fisch, dahinter ein Durchgang in eine sehr geschäftige Küche. Na gut, warum nicht auch mal Fisch und so folgte ich der freundlichen Frau hinter dem Tresen, die mir ein hausgemachtes Gericht anpries. Dabei deutete sie immer wieder auf eine handgeschriebene Tafel und für mich las sich das wie ˋMatjesˋ. Hermann nahm dann einen anderen Vorschlag von ihr an. Immerhin hatte ich da was von Chicken-Sausages verstanden.

Wir dachten es gäbe Fisch ?
Wir dachten es gäbe Fisch ?

Überraschenderweise waren das auch tatsächlich Würstchen, eher Würste, aber mein Gericht bestand nicht aus Fisch. Es handelte sich um Mettfrikadellen, ….glaube ich jedenfalls. Aber geschmeckt hat alles recht gut.

Die Landschaft hier erinnert an Skandinavien. Viele Kiefernwälder, in die sich am Rand die Birken eingeschlichen haben. Auch das Wetter ist durchaus zu vergleichen.

Bei Valgas, kurz vor der Grenze nach Estland
Bei Valgas, kurz vor der Grenze nach Estland

Da es immer wieder regnet, haben wir nach der Ankunft auf dem CP hinter Tartu doch wieder eine Hütte gemietet. Der Platz ist interessant, gestaltet wie ein Garten oder kleiner Park. Mit Teich, da angelt sogar einer, und überall Sitzgelegenheiten. Auf dem gepflegten Rasen stehen Obstbäume und die Toiletten und Duschen befinden sich im Haupthaus, welches ein kleines Hotel ist, aber auch nicht so aussieht ?. Wenn man abwaschen will, muss man in die Küche des Hotels und da darf man aber nicht mit Schuhen rein, sondern muss die bereit stehenden Hausschuhe nutzen ?.

Teich mit Freisitz am CP
Teich mit Freisitz am CP

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