Bald ist die Regenhose durchgesessen 😉

Gestern Abend hat Hermann mir versprochen, der nĂ€chste Regen wĂŒrde erst kommen, wenn wir aus St.Petersburg wieder wegfahren. Das war ja wohl nichts. Unsere heutige Unterkunft seht ihr auf dem Titelbild.

Der CP in Riga fĂŒllte sich immer mehr und auch uns wurde noch auf die Pelle gerĂŒckt. Trotzdem war es sehr entspannt, da die Situation irgendwie fĂŒr alle gleich doof war.

Wir konnten immerhin noch im Sonnenschein frĂŒhstĂŒcken und zusammenpacken. Nachdem wir uns von unseren tschechischen Nachbarn, Vater und Tochter, er mit 650er Suzuki und sie 125er Honda, verabschiedet hatten, konnten wir ganz entspannt (es ist ja Samstag) durch Riga fahren. Dann 30 km spĂ€ter war es dann nicht mehr so schön. Ewig lange Baustelle mit direktem Gegenverkehr und klitschnasse Fahrbahn. ZunĂ€chst kam zumindest von oben nichts runter, aber durch das Wasser auf der Fahrbahn und die PfĂŒtzen in den Spurrillen gab es von unten einige Duschen.

Endlich war die Baustelle zu Ende und das Wetter schien sich auch zu beruhigen. Also schnell nochmal in Sigurda eingekauft und weiter. Dann holten wir die Regensachen doch raus â˜č.

CafĂ© heißt nicht immer Kuchen
CafĂ© heißt nicht immer Kuchen

Kurz vor der Grenze lockte uns ein großes Schild mit der Aufschrift „CafĂ©â€œ in den Wald. Also Kaffee haben wir bekommen, … aber ansonsten hĂ€tte die HĂŒtte mit unseren Vorstellungen eines CafĂ©s nichts gemeinsam. Drinnen gab es nur einen Tresen mit gerĂ€uchertem Fisch, dahinter ein Durchgang in eine sehr geschĂ€ftige KĂŒche. Na gut, warum nicht auch mal Fisch und so folgte ich der freundlichen Frau hinter dem Tresen, die mir ein hausgemachtes Gericht anpries. Dabei deutete sie immer wieder auf eine handgeschriebene Tafel und fĂŒr mich las sich das wie ˋMatjesˋ. Hermann nahm dann einen anderen Vorschlag von ihr an. Immerhin hatte ich da was von Chicken-Sausages verstanden.

Wir dachten es gĂ€be Fisch đŸ€”
Wir dachten es gĂ€be Fisch đŸ€”

Überraschenderweise waren das auch tatsĂ€chlich WĂŒrstchen, eher WĂŒrste, aber mein Gericht bestand nicht aus Fisch. Es handelte sich um Mettfrikadellen, ….glaube ich jedenfalls. Aber geschmeckt hat alles recht gut.

Die Landschaft hier erinnert an Skandinavien. Viele KiefernwÀlder, in die sich am Rand die Birken eingeschlichen haben. Auch das Wetter ist durchaus zu vergleichen.

Bei Valgas, kurz vor der Grenze nach Estland
Bei Valgas, kurz vor der Grenze nach Estland

Da es immer wieder regnet, haben wir nach der Ankunft auf dem CP hinter Tartu doch wieder eine HĂŒtte gemietet. Der Platz ist interessant, gestaltet wie ein Garten oder kleiner Park. Mit Teich, da angelt sogar einer, und ĂŒberall Sitzgelegenheiten. Auf dem gepflegten Rasen stehen ObstbĂ€ume und die Toiletten und Duschen befinden sich im Haupthaus, welches ein kleines Hotel ist, aber auch nicht so aussieht đŸ€Ș. Wenn man abwaschen will, muss man in die KĂŒche des Hotels und da darf man aber nicht mit Schuhen rein, sondern muss die bereit stehenden Hausschuhe nutzen đŸ€”.

Teich mit Freisitz am CP
Teich mit Freisitz am CP

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