Danzig und viel Burg

Heute morgen schneller Aufbruch vom CP ohne großes Frühstück. Wir wollten schließlich nach Danzig, da wird es doch wohl etwas geben.

Grünes Tor von Danzig
Grünes Tor von Danzig

Das Navi weist uns den Weg zum Krantor, unserem erwählten Ziel. Wir hatten nicht erwartet direkt bis dort hin fahren zu können, aber siehe da, es gab sogar Parkmöglichkeiten direkt an der Altstadt.

Gasse der Bernstein-Händler hinter dem Frauentor

Apropos Navi….. Unser Navi versorgt mich nur noch ganz spärlich mit Informationen über die Route. Ich bekomme lediglich den rosafarbenen Strich angezeigt, die Gesamtkilometer bis zum Ziel und manchmal die Entfernung bis zum nächsten Wegpunkt, den ich nach dem Passieren auch immer nochmal von Hand löschen muss, sonst sagt er, Route verlassen. Wer häufig mit Navi fährt, weiß, dass die Anzeige der Entfernung und der Richtung bis zur nächsten Abbiegung eine ziemliche wichtige Info ist. Fehlt diese, ist es praktisch unmöglich diese Entfernung abzuschätzen.

Wahrzeichen von Danzig: Das Krantor
Wahrzeichen von Danzig: Das Krantor

Egal, wir sind prima hingekommen und Danzig hat uns sehr gut gefallen. Das Frühstück auch 😉. Der Bummel durch die Altstadt (heißt hier Rechtstadt, hat was mit der Hanse zu tun) ist schon beeindruckend und an jeder Ecke laden Cafés und Restaurants zum Verweilen ein. Hier muss man einfach ein paar Tage bleiben, was wir auf jeden Fall noch einmal machen werden.

Dann ging es weiter nach Malbork, zu deutsch Marienburg. Ganz unspektakulär über die Autobahn und eine weitere größere Straße. Für diese kurze Strecke lohnte es sich nicht kreuz und quer über die Dörfer zu fahren.

Die Marienburg an der Nogat
Die Marienburg an der Nogat

Schon als wir in den Ort fahren sehen wir die mächtige Burg am anderen Flussufer. Die vom Deutschorden errichtete Burg ist die größte Backsteinburg der Welt, …und so sieht sie auch aus. Also schnell zum CP, Zelt aufstellen und dann zu Fuß zurück in den Ort.

Mit einem Audioführer ausgerüstet ging es zur Besichtigung. Knapp drei Stunden ging es durch die äußere Burg, die Mittelburg und die Hochburg.

Statue der Namenspatronin Jungfrau Maria
Statue der Namenspatronin Jungfrau Maria

In vielen Räumen waren Ausstellungen zu Themen rund um den Deutschorden, Bernstein (eine Haupteinnahmequelle  des Ordens), Waffen des Mittelalters und noch einiges mehr. Was die Burg nicht bietet, sind möblierte Räume oder Einrichtungen aus der Zeit des Ordens. Angesichts der Geschichte der Burg und insbesondere der Zerstörung durch den zweiten Weltkrieg kein Wunder. Beeindruckt hat uns auch die Restaurierung der Burganlage, die zu ihrer Zeit des Deutschordens, im 14. und 15. Jahrhundert,  ein beachtlicher Machtfaktor gewesen ist. Vielleicht spiegeln die Bilder ein wenig von der Größe wieder. Am Ende der Besichtigung hatten wir „platte Füße“ und der Kopf war voll 🤪.

Mittelburg der Burganlage

Noch eine Kleinigkeit gegessen und ein wenig eingekauft und dann haben wir uns dem „Ölproblem“ an Birgitts Maschine gewidmet. Uns viel auf, auf der linken Motorseite bildete sich ein merklicher Ölfilm an der unteren Verkleidung. Naja, Verkleidung runter und nachgeschaut. Es sieht so aus, als ob die linke Ecke des Zylinderkopfdeckel ein wenig leckt 😢. Was tun ist nun die Frage. Mit Bordwerkzeug kommen wir hier nicht weiter. Lange hin und her überlegt, zumal wir damit nicht 7.000 Kilometer fahren können, was wir für Optionen haben. Zu guter Letzt haben wir uns entschieden morgen in Danzig eine BMW-Werkstatt aufzusuchen. Mal schauen was uns „Oleg und Boleck“ so erzählen werden 🤔.

Hier noch ein paar Eindrücke der Marienburg. Wer mehr über diese interessante Ordensburg wissen möchte, schaue hier.

Zerstörung der Marienburg 1945
Zerstörung der Marienburg 1945 (Quelle: Von Hajotthu, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40790871)

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