Der Pfropfen hĂ€lt 😉

Heute morgen den Luftdruck am Hinterreifen geprĂŒft und er scheint dicht zu sein. Mal schauen wir sich der Pfropfen wĂ€hrend der Fahrt entwickelt.

Weinberge hinter Alcamo
Weinberge hinter Alcamo

Nach dem Einpacken war heute mal ein Fahrtag angesagt. Es ging ins Hinterland von Palermo. Von Castellammare del Golfo ĂŒber Alcamo auf der P18 nach Camporeale. Die Landschaft war sehr schön anzusehen. Weinberge wechselten sich mit Getreidefeldern und Wiesen ab. Neben dem vielen GrĂŒn gab es immer wieder gelbe, rote, purpurne oder blaue Flecken von den vielen Blumen, BĂŒschen oder Disteln am Straßenrand und auf den Wiesen.

Und natĂŒrlich gab es auch immer wieder Olivenhaine. Das Ganze eingebettet in eine hĂŒglige Landschaft mit schroffen Kalksteinfelsen, die hier und da mal auftauchten. Das war einfach schön anzusehen und hinter jedem HĂŒgel sah es wieder anders aus. Soviel konnte man garnicht fotografieren.

Strada Provinciale 4bis Richtung Corleone
Strada Provinciale 4bis Richtung Corleone

So schön die Landschaft, so gruselig die Straße. Links und rechts der Straße mitunter bis zu drei Meter hohe BĂŒsche, die die zweispurige Straße eine eine schmale Gasse verwandelten. Dazu kamen Bodenwellen, Löcher (in denen ein Fiat 500 versacken könnte 😉), ganze Fahrbahnabsenkungen oder die Fahrbahn war einfach weggespĂŒlt. Nicht zu vergessen Sand und Steine, die natĂŒrlich immer in Kurven lagen und dann der Gegenverkehr, auch wenn wenig befahren, so kam doch mal ein Auto, Trecker oder LKW entgegen 😅 und die hatten auch noch ihren eigenen Stil đŸ€Ș.

Landschaft in der Region um Corleone
Landschaft in der Region um Corleone

Das ging nach Camporeale weiter so ĂŒber die P27 und P4 bis nach Corleone. Unterwegs hatten wir noch auf eine Tankstelle gehofft, da wir doch schon auf Reserve fuhren. War aber nichts. Als wir in Corleone dann eine Tanke gefunden hatten, standen bei mir noch 7 km Restreichweite auf der Anzeige 😅.

Übrigens Corleone – es ist genau die Stadt, die durch Francis Ford Coppolas Film „Der Pate“ weltberĂŒhmt wurde. Die Stadt war jahrhundertelang von Armut geprĂ€gt, aus der sich die Mafia entwickelte. Heute versucht die Stadt dem Ruf entgegen zu wirken. So gibt es ein sehenswertes Anti-Mafia-Museum. 

Am Lago di Prizzi bei der Ortschaft Prizzi
Am Lago di Prizzi bei der Ortschaft Prizzi

FĂŒr uns ging es weiter weiter auf der S118 und S188 nach Lercara Friddi. Die Straße wurde deutlich besser, wobei die Landschaft ihren Charme behielt. Bei einem kleinen Picknick stĂ€rken wir uns und steuerten dann ĂŒber die S121 und S285 auf Caccamo zu. In Caccamo stand eine Burg aus dem 11. Jahrh. auf dem Programm.

Castello von Caccamo
Castello von Caccamo

Die Burg stammt aus der Normannenzeit und soll zu den grĂ¶ĂŸten und beeindruckendsten Anlagen Italiens gehören. Die Fahrt durch die kleine Stadt, die wie viele StĂ€dte in Sizilien steil an einem Hang gebaut ist, hinterließ einen schönen Eindruck mit seinen Gassen und steilen Treppen. 

Leider hatte die Burg von 13 – 15 Uhr geschlossen und wir waren kurz nach 13 Uhr da. Wir konnten zwar noch in den Innenhof, aber weiter ging es nicht. Irgendwie schade đŸ˜©. 

Blick auf den Ort Caccamo
Blick auf den Ort Caccamo

NatĂŒrlich gönnten wir uns noch einen Cappuccino und fuhren in Richtung Termini Imerese und dann an der KĂŒste entlang zu unserem CP nahe CefalĂč. Der Platz ist sehr steil angelegt, hat Strandzugang, ist sehr gepflegt und mit viel Liebe zum Detail arrangiert.

Mal schauen 👀 wie es weiter geht.

Unser CP Sanfilippo nahe CefalĂč
Unser CP Sanfilippo nahe CefalĂč

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