Edessa – Stadt des Wassers

Schildkröten-Querung
Schildkröten-Querung

Nachdem wir gestern schon unsere ganzen Utensilien durchgesehen und sortiert hatten, verstauten wir also mehr als die Hälfte unseres Gepäcks in einem Abstellraum des Campingplatzes. Dann ging es los, über kleine Strassen nach Vergina. Unterwegs begegneten uns fast mehr Schildkröten, als Autos.

In Vergina liegt das wichtigste Hügelgrab Mazedoniens, in dem Philipp II. begraben wurde. Er ist der Vater von Alexander dem Großen und war ein genialer Politiker und Stratege. Unter seiner Herrschaft wurde Makedonien zur Vormacht im griechischen Raum. Nach seinem Sieg über die Athener und Thebaner im Jahr 338 v.Chr. einte er die griechische Staatenwelt zum „Korinthischen Bund“. Mit seiner Militärreform legte er den Grundstein für Alexanders spätere Erfolge.

Von außen ein begrünter Hügel, befindet sich im Inneren ein modernes Museum. Die 4 Grabkammern sind dort freigelegt und können von außen betrachtet werden. Dazwischen befinden sich Vitrinen in denen die gefundenen Gegenstände bewundert werden können.

Nach einem kleinen Imbiss ging es weiter nach Edessa, der Stadt des Wassers. Die ganze Stadt ist von schnell fließenden Kanälen durchzogen und an ihren östlichen Ende stürzen mehrere Wasserfälle herab. Wir haben dort eine durch den Wasserfall gebildete Höhle erkundet. Die Wasserfälle hier erodieren nicht, sondern bilden neues Gestein, sodass sie immer weiter vorrücken. Dabei ist diese Höhle entstanden.

Unser Hotel Hagiati Traditional im historischen Stadtteil Varosi
Unser Hotel Hagiati Traditional im historischen Stadtteil Varosi

Anschließend liefen wir noch durch die Stadt, durch ruhige Wohnstrassen bis hin zu einer alten byzantinischen Brücke, daneben ein 385 Jahre alter Baum. Dann im Innenstadtbereich wird es lebendig. Unzählige kleine Läden, Cafés und Restaurants säumen die Strassen. Danach geht es wieder zurück in unser kleines Hotel am Rande der kaum noch vorhandenen Altstadt und es wird wieder ruhiger, allerdings müssen wir noch vorbei an der orthodoxen Kirche, aus der laute Gesänge schallen. Ähnlich wie die Rufe der Muezzin, klingen sie in unseren Ohren fremdartig. Wir beschließen den Abend bei Souvlaki und Kebab am Rande eines kleinen Kanals und einem Glas Rotwein in der Bar auf dem Platz gegenüber.

Nunja, nicht ganz. Im Hotel bestellten wir uns noch eine Flasche Rotwein, da die Erstellung des Blogs doch noch einige Zeit beanspruchen würde. Eine Anmerkung dazu ist allerdings noch notwendig, … zum Wein gibt es hier immer was zu essen. War es in der Bar ein Tortilla gerollt mit einer würzigen Wurst und Käse, natürlich warm, war es hier im Hotel ein mit Käse gefüllter Blätterteig und anschließend noch eine kleine Platte mit Käse, Schinken, Feta, Sesamsticks, sowie Tomate und Gurke. Chips und Nüsse gab es natürlich auch zu jedem Getränk … ich denke, morgen bestellen wir nur Wein, satt werden wir bestimmt 😂.

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