Es läuft nicht immer alles rund

Der Tag begann vielversprechend. Ich genieße es morgens früh im Zelt zu liegen und dem Gezwitscher der Vögel zu lauschen. Unterwegs hört man doch einige andere Vertreter dieser Gattung als bei uns zu Hause.
Wenn wir aufstehen, ist es auf den CPs meist noch recht ruhig….ist ja Urlaub 😉. Es hat Vorteile zeitig unterwegs zu sein, die Luft ist noch frischer und manchmal ist der Verkehr auch noch nicht so nervig.

Kommt hier das Virus her 😆
Kommt hier das Virus her 😆

In der Slowakei war fast überall sehr viel Verkehr, besonders auch LKW-Verkehr. Der Unterschied zwischen Wochentagen und Wochenende ist schon krass. Da kommt man einfach nicht voran an den Wochentagen, mit 4 vollbeladenen Motorrädern dauert es schon etwas, bis alle überholt haben. Hier in Österreich ist es zwar etwas besser, aber trotzdem hängt man dauernd hinter diesen dicken Brummern. Am Besten geht es noch auf den kleineren Strassen,…wenn einem da nicht grade ein Holzlaster entgegen kommt 😅.

Der erste Pass heute trägt den Namen „Corona“,…wie treffend, ist auch wohl nur deswegen auf die Liste gekommen. Eigentlich lief alles prima, Wetter passt und die kleinen Strassen auch. In irgendeinem kleinen Ort haben wir sogar eine Mini-Bäckerei gefunden, mit einem Tisch und netter Bewirtung. Die anderen beiden Pässe, die heute auf dem Plan standen, waren auch schnell erledigt.

Verkehrsunfall mit Rettungshubschrauber auf dem Weg nach Turnau
Verkehrsunfall mit Rettungshubschrauber auf dem Weg nach Turnau

Dann kam der erste Ausbremser des Tages. Auf einer dieser kleinen Strassen ging auf einmal garnichts mehr. Ein Unfall war passiert und 200 m vor unserem Haltepunkt war der Rettungshubschrauber gelandet, Strasse voll gesperrt. Nach einer halben Stunde etwa ging wieder was. Also noch kein Stress, wir sind zeitlich noch gut im Plan, auch wenn noch Einkaufen und Tanken nötig waren.

Wir hatten uns für einen Campingplatz entschieden, der dicht an dem ersten Pass morgen früh liegt. Die Anfahrt geht über eine recht interessante Strasse. Dort liegt der Ort Eisenerz, die größte Erz-Mine Mitteleuropas. Das sieht auch so aus dort, teilweise Tagebau, aber die Blütezeit der Gegend ist vorbei.

Der Erzberg der Stadt Eisenerz in der Steiermark (Quelle: Ralf Roletschek)
Der Erzberg der Stadt Eisenerz in der Steiermark (Quelle: Ralf Roletschek)

Allerdings standen wir plötzlich vor einer Straßensperre … ohne Umleitung. Ach nööö, das muss doch wohl jetzt nicht sein. 100 km Umweg, um zu dem CP zu kommen … also machen wir was anderes. Wir sind zurück gefahren und haben auf einem CP in Hinterberg einen kuriosen Platz bekommen. Die Mopeds stehen unter einem Dach, gebaut für Wohnmobile, unsere Zelte stehen in einem kleinen Garten und wir sitzen auf einer Holzterrasse eines Dauercampers 😁.

Unsere Bleibe auf dem CP in Hinterberg
Unsere Bleibe auf dem CP in Hinterberg

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