Wettereintrübungen

Auch heute ging es weiter auf dem Wild Atlantic Way. Die Wetterprognose zeigte für den ganzen Tag Regen. Aber die irische Küste hat da wohl ihre eigenen Regeln. Es zog immer wieder mächtig dunkel auf, aber plötzlich war ein heller Streifen am Horizont und bis auf einen kleinen Nieselschauer passierte nichts weiter. So ging es, bis wir in Castlebar unseren ausgewählten CP erreichten. Der Platz hat den Vorteil der Stadtnähe. Und dass werden wir auch gleich mal testen und zum Essen in den Ort gehen.

Daher wird es heute nichts weiter geben. Den Rest zu diesem Tag schreibe ich morgen weiter ?.

CP in Castlebar
CP in Castlebar

Und jetzt geht es weiter: In 20 Min. waren wir dann auch im Ort, der sich aber für Samstagabend recht ruhig präsentierte. Die „Pub-Dichte“ war sehr überschaubar und die Restaurants waren nicht üppig gesät. Aber im „Cox“ wurden wir fündig und ließen es uns bei einem kühlen Smithwicks gut schmecken. Auf unserem Rückweg fanden wir dann leider keinen Pub mehr und so wurde es nichts mehr mit Livemusik ?.

Allerdings versorgten wir uns an der Tankstelle (!) noch mit einer Flasche Bushmills-Whisky (Tankstelle gleicht hier aber mehr einem Supermarkt). Am CP angekommen machten wir es uns auf unserer türkisen Holzbank unter unserem Tarp gemütlich. Gerade rechtzeitig, da das vereinzelte Nieseln so langsam zu Regen überging. Bei Regen, Whisky und Kerzenlicht wurde es unter dem Tarp noch ein typischer irischer Abend ?.

Strand bei Strandhill in der Nähe von Sligo
Strand bei Strandhill in der Nähe von Sligo

Wie sind wir nach Castlebar gekommen? Der Tag begann besser als gedacht, da wir alles trocken verstauen konnten, entgegen der Vorhersage. Vom CP bei Rossnowlagh ging es über Ballyshannon nach Sligo, immer in Sichtweite der Donegal Bay. Die Landschaft hatte mit den tief hängenden Wolken, mal dunkel, mal helle Streifen, ihren eigenen Charme. Allerdings wirkten die Orte etwas leblos. Zwar gab es viel Geschäfte, aber in der Mehrzahl mit Touristen-Nippes. Die Häuser eher grau in grau, wenig bunte Häuserfassaden und noch weniger die aufwendigen Blumen- und Sträucher-Arrangements in den Vorgärten, wie wir sie im Norden der Region Donegal gesehen haben.

Surfer bei Strandhill
Surfer bei Strandhill

In Sligo ging es an die Spitze der Halbinsel in den Ort Strandhill. Ein Retorten-Ort, der fast nur aus Appartement- und Ferienhäusern besteht. Das einzig offene Café war völlig überfüllt, aber wir konnten Surfer beobachten, wie sie bei den Miniwellen versuchten auf ihr Brett zu kommen ?.

Wild Atlantic Way bei Aughris Head
Wild Atlantic Way bei Aughris Head

Hinter Sligo ging es weiter, immer in Küstennähe, bis zum Aughris Head, einem ausgewiesenen Viewpoint auf dem Wild Atlantic Way. Und siehe da, es gab direkt an der Bucht das “Beach Bar & Aughris House”, war mehr ein Restaurant mit Pub oder umgekehrt.

Unsere Bestellung habe ich völlig versemmelt, so dass Birgitt statt Chicken Wings einen Salat mit Hühnchen bekam und ich eine Fischsuppe. Mit der Kaffeebestellung hat es aber geklappt ?. Essen war aber gut und lecker.

Pause im Pub bei Aughris Head
Pause im Pub bei Aughris Head

Von der Küste ging es dann über Ballina zu unserem Zielort Castlebar. Ballina ist eine hübsche Hafenstadt, die zum Verweilen einlädt. Da wir aber zeitig auf unseren CP sein wollten, blieb es bei der Fahrt durch die Stadt.

Am CP in Castlebar angekommenen, war es wie befürchtet, der Platz war voll belegt, so ein Schild an der Rezeption ?. Birgitt meinte, lass uns doch mal fragen, vielleicht ist für ein Zelt noch Platz. Die Rezeption war unbesetzt, aber just als wir wieder gehen wollten, tauchte ein junger Mann auf und fragte, wie er uns helfen kann.

Schlummertrunk ?
Schlummertrunk ?

Natürlich hat er noch einen Platz für unser Zelt und er entschuldigte sich vielmals für die Verwirrung, die sein „Belegt-Schild“ verursacht hat. Das Schild gilt nur für Wohnmobile und Wohnwagen ?. Zelt war schnell aufgebaut und in Ahnung der dunklen Wolken spannten wir auch gleich unser Tarp auf. War auch gut so (siehe Anfang).

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